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Ein Besuch beim Patenkind Seit fünf Jahren hintereinander haben wir unseren Jahresurlaub in Indien verbracht. In diesem Jahr haben wir u.a. den Bundesstaat Orissa in Ostindien bereist. Der Höhepunkt unserer Reise aber sollte der Besuch bei unserem Patenkind Pooja in Rajasthan /Nordwestindien sein. Doch der Reihe nach. Kurz vor unserer Abreise nach Indien haben wir uns mit dem CCF Büro in Nürtingen in Verbindung gesetzt und unseren Besuch beim Patenkind angekündigt.Von dort aus wurde das
Hauptbüro in Indien über unser Vorhaben informiert und kurze Zeit später erhielten wir eine e-mail vom Grand Chetna Kendra Projekt / CCF aus der Nähe von Jaipur, wo unser Patenkind mit seiner Familie lebt. In dieser e-mail
waren viele nützliche Tipps und eine Wegbeschreibung zum Projekt. Man bot uns auch, uns an von Delhi oder Jaipur abzuholen. |
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Für die 60 km lange Fahrt bestellten wir ein Taxi und erklärten dem Taxifahrer den Weg. Das war allerdings leichter gesagt als getan. Der Fahrer verstand nicht so recht unsere Erklärungen. Daraufhin telefonierten wir nochmals mit dem Projekt und der Taxi-Fahrer erhielt persönlich die Beschreibung. Viele Leser werden sich jetzt fragen: „Das kann doch nicht so schwer sein?” Doch, denn man muss wissen, dass es in Indien fast nirgendwo Wegweiser gibt und die Orientierung sehr schwer fällt. Selbst unser Taxifahrer musste trotz Wegbeschreibung unterwegs mehrmals nach dem Weg fragen. Für die Fahrt brauchten wir 2 Stunden. Die Fahrt ging aus Jaipur heraus Richtung Nordwesten. Je weiter wir uns von Jaipur entfernten, desto schmaler wurden die Straßen und die Gegend wurde sehr ländlich. Wir fuhren durch einige kleine Dörfer und durch weite Felder in Richtung der Wüste Thar. Die Straße teilten wir mit erhabenen Kamelen, die mit Karren die unterschiedlichsten Güter beförderten, mit hupenden Lastwagen, die an uns vorbeirauschten, mit Esel- und Ochsenkarren und natürlich mit Fahrradfahren, Fußgängern und den heiligen Kühen Indiens. |
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Noch einmal links und dann rechts und schon waren wir auf dem Hof des Grand Chetna Kendra Projekts. Unser Herz schlug
natürlich höher, denn wir waren gespannt, was uns wohl erwarten würde. Als das Taxi vorfuhr, kamen alle aus ihren Büros und begrüßten die Gäste aus Deutschland. Das Gepäck wurde ausgeladen und in das neu errichtete Gästehaus gebracht, das für einige Tage unsere Unterkunft sein sollte.
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Nach einem traditionellen Mittagessen, Dal (Linsensuppe) und Chapati (Brotfladen) fuhren wir dann mit Herrn Tiwari (von CCF) zu unserem Patenkind Pooja, das nicht weit vom Projekt lebt. Dort wurden wir bereits von der Familie und den Nachbarn der Familie erwartet. Man konnte sehen, dass alle ihre besten Kleider angelegt hatten. Verschüchtert kam Pooja auf uns zu und schenkte uns ein selbst gemaltes Bild. Danach wurden wir von der Mutter, den beiden
Geschwistern und den Großeltern willkommen geheißen. Poojas Vater kam vor einigen Jahren nach einem Verkehrsunfall ums Leben. Am Abend besuchten wir noch einige Familien in ihren Hütten, die vor einigen Jahren noch als Nomaden lebten und sich ihren Unterhalt als Bettler verdienten. Dank der Unterstützung durch GCK wurden sie sesshaft gemacht und die Kinder gehen zur Schule. Jetzt verdienen diese Familien ihren Unterhalt durch den Anbau von Gemüse und Getreide. Die Frauen besticken traditionelle Tücher und stellen Schmuck, wie z.B. Bindis her, das sind kleine Plättchen, die sich die Frauen auf die Stirn kleben. |
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Am nächsten Tag hatten wir ein volles Programm. Wir besuchten Einrichtungen und Projekte, die von GCK unterstützt werden.
Zuerst fuhren wir zu einer großen Wasserstelle am Rande der Wüste. Diese Wasserstelle dient zum Tränken der Tiere. Durch dieses Projekt konnten hier 500 Familien angesiedelt. Im GCK Projekt wird die Devise Hilfe zur Selbsthilfe sehr groß geschrieben. Denn wer sich selber helfen kann, braucht irgendwann keine Unterstützung mehr. Gegen Mittag stand dann der Einkauf mit der Familie auf dem Programm. |
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Projektarbeit vor Ort |
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So verbrachten wir einige herrliche Tage im Projekt. Vor allem die Abende in der Küche am warmen Ofen mit dem leckeren Essen
und den Mitarbeitern von GCK und CCF mit den vielen Gesprächen werden wird nicht so schnell vergessen. Wir haben mal wieder viele nette Menschen kennen gelernt. |
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