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Stand: 26.08.2011 Heute geht es um 18:00 h mit dem Flieger von Düsseldorf nach Zürich.
Stand: 28.08.2011 Von Zürich fliegen wir um 13:30 h nach Bangkok, wo wir am nächsten Tag um 05:30 h landen. Dann geht es einige Stunden weiter nach Chengdu / China, wo wir voraussichtlich um 14:30 h ankommen werden. Es wird wohl ein langer Tag werden.
Stand: 29.08.2011 Von Chengdu fliegen wir am nächsten Tag nach Lhasa, wo wir einige Tage bleiben und uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anschauen werden. dann geht es mit Jeeps weiter, Richtung Cho Oyu, vorbei an alten Klöstern, das Kloster Rongbuk und wir fahren weiter zum Everest Base Camp, um uns allmählich an die Höhe zu gewöhnen.
Stand: 30.08.2011 In Lhasa angekommen.
Stand: 04.09.2011 Nach den Stationen Gyantse und Xigatse hat die Gruppe auf dem Weg nach Xegar den 5520 m hohen Lhakapa Pass überquert. Gut für die Akklimatisierung! Nach einem Besuch im Everest Basislager sind alle heute im Cho Oyu Basislager angekommen. (siehe auch Bericht auf der Seite von Kobler & Partner: www.kobler-partner.ch )
Stand: 11.09.2011 E-Mail von Hans-Jürgen: Zur Lage am Berg ist folgendes zu sagen. Einen eigenen Sherpa habe ich nicht, da Norbu eine neue Mannschaft hat und er irgendwie die Verantwortung nicht übernehmen will. Das erste Hochcamp steht und ich bin jetzt total erschöpft ins Basecamp abgestiegen. Dabei ist mir der Leki-Stock durchgebrochen. Technisch ist der Cho Oyu nicht schwer, aber konditionell verlangt er alles ab. In der Nacht ist es kalt und es schneit ein bisschen, morgens scheint meistens die Sonne und am Nachmittag kommt Nebel auf.
Stand: 12.09.2011 E-Mail von Hans-Jürgen: Viele Grüße aus dem Basecamp. Heute morgen war zunächst eine Pooja angesagt und morgen geht es ins erste Hochlager, wo wir eine Nacht schlafen werden. Dann werden wir wieder absteigen und zwei Tage ausruhen. Braucht man auch in der Höhe. Zur Zeit ist der Gipfel noch gesperrt, weil zu viel Schnee auf dem Gipfel ist und die Fixseile noch nicht gelegt sind. Ab dem 25.09. soll der Gipfel freigegeben werden. Aber erst einmal an jeden neuen Tag denken. Ansonsten ist es sehr schwierig, auf 5700 m zu leben. Es ist das höchste Basecamp an den 8000ern.
Stand: 15.09.2011 Der 2. Bericht über die Cho Oyu Expedition 2011 auf der Seite des Veranstalters www.kobler-partner.ch (mit Bildern) ist jetzt online und beschreibt das Leben in den Hochlagern. Sehr interessant und absolut lesenswert.
Stand: 22.09.2011 E-Mail von Hans-Jürgen: Vom Erdbeben habe ich auf Lager 2 alles mitbekommen. Das ganze Zelt hat auf 7050 m gewackelt so für ca. 10 Sekunden. Ich dachte, eine Lawine würde abbrechen. Seit vorgestern stehen alle drei Hochlager: Lager 1 auf 6300 m, Lager 2 auf 7050 m und Lager 3 auf 7500 m. Meine Ausrüstung ist auf alle drei Lager verteilt. Am 25.09. wollen wir in Richtung Gipfel starten. Wir werden vier Tage für den Gipfel und zwei Tage für den Rückmarsch benötigen. Ich habe einen eigenen weiblichen Sherpa und Sauerstoff im Lager 3. Werde mich nach dem Gipfel melden.
Zur Info: Es gibt auch wieder einen neuen Bericht auf der Seite von Kobler & Partner.
Stand: 25.09.2011 E-Mail von Hans-Jürgen: Ja, morgen ist es soweit. Freitag werden wir dann zurück sein, das Wetter ist nicht so gut, Wind und Schnee, hoffentlich klappt alles.
Stand: 27.09.2011 Nachdem es in der Nacht von Sonntag auf Montag ununterbrochen geschneit hat, ist der Beginn des Aufstiegs verschoben worden. Siehe Bericht bei Kobler & Partner: “Cho Oyu-Expedition im Schnee”.
Stand: 02.10.2011 Hans-Jürgen ist auf dem Heimweg. Nach Abwägung der Chancen, den Gipfel nach den starken Schneefällen Anfang der letzten Woche zu erreichen, und den Risiken durch die erhöhte Lawinengefahr, hat er sich entschieden, die Expedition abzubrechen.
Hans-Jürgens Freund, Dieter Stein, der zur gleichen Zeit am Cho Oyu war, berichtet auf seiner Homepage, dass aufgrund des ungünstigen Wetters keiner der Teilnehmer der Amical-Expeditionsmannschaft den Gipfel erreicht hat. Wie es dem Kobler-Team ergangen ist, werden wir in den nächsten Tagen erfahren.
Vielen Dank an alle, die Hans-Jürgen bei seinem Abenteuer mit Gedanken, Postings und E-Mails unterstützt haben. Ich bin froh, dass er bald wieder gesund nach Hause kommt.
Liebe Grüße, Irmgard
Epilog
Danke, Danke und nochmals Danke an alle, die mich mit so lieben Mails am Berg unterstützt haben. Jetzt bin ich schon zwei Tage zu Hause und die Erinnerungen sitzen noch sehr tief. Leider bin ich nicht bis zum Gipfel gekommen. Schlappe 700 Höhenmeter oder ein Tagesmarsch fehlten mir. Aufgrund des hohen Schnees und der Lawinengefahr, habe ich mich entschlossen nicht weiter zu gehen. Insgesamt waren nach dem Schneefall von anderen Expeditionen 2 Tote und eine vermisste Person zu beklagen. Außerdem waren in den Hochlagern viele Zelte beschädigt. Weitere wurden durch Lawinen verschüttet.
Für mich ist nach drei Expeditionen in zwei Jahren erst einmal Schluß. Der Everest ist ohne Sponsoren nicht machbar und die habe ich leider nicht. Auch fehlt mir zur Zeit der Antrieb und ich werde allmählich zu alt für diesen Extrem-Sport.
Insgesamt sind in diesem Jahr von 300 Bergsteigern 15 Personen auf dem Gipfel gekommen. 3 Koreaner, 2 Japaner und 10 Bergsteiger von Kobler. Leider erlitten zwei Bergsteiger von uns schwere Erfrierungen am Gipfeltag. Hoffentlich genesen die Kameraden.
Hiermit endet die Geschichte von Hans-Jürgen, der einmal auf einem 8000er stehen wollte.
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