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Ein schöner Tag im teuersten Hotel der Welt.

Mit unserem Toyota Tercel hatten wir uns aufgemacht, dem teuersten Hotel der Welt, dem Burj al Arab, einen Besuch abzustatten.
Wir fuhren vom Parkplatz gegenüber dem Hyatt-Hotel nach Deira und weiter über die Jumeira Beach Road stadtauswärts.
Zum Parken in Dubai muß man wissen, dass in der Innenstadt überall Parkautomaten aufgestellt sind und bei Nichtgebrauch dieser Automaten eine saftige Geldbuße droht. Gegenüber dem Hyatt-Hotel ist das Parken direkt am Persisch – Arabischen Golf gratis und man läuft von da bis zum Goldsouk ca. 15 Minuten.

Es waren nur noch wenige Kilometer bis zum Hotel. Im klaren Morgenlicht sahen wir schon von weitem das Hotel, dass wie ein großes Schiffssegel gebaut ist. Dann noch einmal am Waterpark nach rechts abgebogen und schon standen wie unmittelbar vor der Brücke, die zum Hotel führt. Das Hotel liegt auf einem kleinen künstlichen Eiland.
Aber eine heruntergelassene Schranke versperrte und den Weg. Es war schon ein atemberaubendes Gefühl, vor diesem Prachtbau zu stehen. Das ringsherum blau und türkisfarbene Wasser, der azurblaue Himmel und das große weiße „Segel“ im klarem Morgenlicht.

Doch da war noch die hässliche Schranke. Auch  ein freundliches Nicken zum Security-Personal brachte keinen Raumgewinn. Der Weg blieb uns versperrt. Ein Angestellter kam und fragte höflich, ob wir Gäste des Hotels seien. Dieses mussten wir leider verneinen. Darauf gab man uns zu verstehen, dass die Schranke sich für unser Auto nicht öffnen würde. Allerdings wurde uns der Vorschlag unterbreitet, das Auto im gegenüberliegenden Parkhaus des Waterparks abzustellen.  Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Doch oh Schreck! An der Schranke war für uns auch der Fußmarsch zu Ende.

Das Security-Personal sagte nun, dass wir zunächst einen Coupon für umgerechnet 30 Euro pro Person kaufen müssten. Das erschien uns zu teuer, um nur einen Blick in die Eingangshalle werfen zu können. Auch Feilschen half nichts. Das Personal meinte noch, wir hätten Glück, denn an den Wochenenden sei der Coupon fast doppelt so teuer. Ferner sagte man uns, dass wir den Gegenwert des Coupons in allen Geschäften und Restaurants des Hotels einlösen könnten. Das stimmte uns einigermaßen zu Frieden.

Nach reiflicher Überlegung und Überprüfung der Reisekasse kauften wir zum guten Schluss doch die Coupons. Nach einem Kleidungscheck, den wir so gerade bestanden, machten wir uns auf den Weg über die Brücke. Nach Durchschreiten der Eingangstür wurden wir von einer Dame mit einer Parfumflasche empfangen. Gefolgt von einem Araber in Nationaltracht, der uns nach Landessitte Kaffee anbot.
 
Der Eingangsbereich war mit dicken kostbaren Teppichen ausgelegt und überall standen Blumenbouquets mit frischen Orchideen. Eine arabische Kapelle spielte und irgendwie lag eine unwahrscheinlich vornehme Atmosphäre in der Luft. Zwischen zwei Rolltreppen war ein Springbrunnen, und rechts und links neben den Rolltreppen war als Abschluss jeweils ein ca. 20 m langes und 5 m hohes Aquarium.  Im Wasser schwammen bunte tropische Fische und eine Art Spezies, die ich noch nicht gesehen hatte. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um einen Taucher mit Pressluftflasche auf dem Rücken handelte, der die Fenster von innen säuberte.

Einen Stock höher befand sich die Lounge, ein Restaurant und einige Designergeschäfte. In der Lounge spielte wiederum eine Liveband. Von der Lounge führte ein Flur zu den Aufzügen. Die man fast nicht als solche erkennen konnte, da sie mit viel Gold und Spiegeln verziert waren. Und ab gings in die 27. Etage zum Panoramarestaurant. In atemberaubender Geschwindigkeit  und mit  Blick  aufs Meer schwebten wir nach oben. Oben wurden wir von einer netten Dame empfangen. Die Dame fragte nach, ob wir ins Restaurant gegen wollten. Da es Mittagszeit war und wir noch unsere Coupons hatten bejahten wir dieses.
Unverzüglich wurde ein  Ober herangerufen, der uns zu einem Tisch führte. Der nächste Kellner kam und rückte die Stühle ab, so dass wir Platz nehmen konnten. Danach bekamen wir ein Serviette auf den Schoß gelegt. Der nächste Kellner kam mit den Speisekarten.

Während wir aus der Karte  etwas aussuchten, bekamen wir schon einmal frisches Olivenbrot, Graubrot und Weißbrot. Dazu gab es zweierlei Butterarten. Ferner gab es eine Flasche Wasser.
Aber mit dem Aussuchen war es so eine Sache. Die Preise waren gesalzen und der Appetit schwand dahin. Für eine Vorspeise reichte es dennoch. Irmgard bestellte mit Karotten gefüllte Tortellini. Dabei handelte es sich um genau sechs Nudeln mit einigen Spritzern Soya-Sauce für 18 Euro. Ich bestellte mir eine Trüffelcremesuppe für 24 Euro. Alles wurde zur vollsten Zufriedenheit serviert, obwohl der Kellner nicht verstand, dass wir schon nach der Vorspeise satt waren. Zum Nachtisch gab es noch einige Pralinen und 44 Euro waren futsch.
 
Danach gings zur Poolbar. Dort bestellten wird zwei Fruchtsaftcocktails, die herrlich schmeckten. Nach den Getränken waren die  Coupons verbraucht und wir mussten obendrein noch 10 Euro dazu bezahlen.

Obwohl wir vom Personal als Tagesgäste überall erkannt wurden, denn wir bezahlten ja mit den Coupons und die Garderobe war auch nicht die beste, waren alle sehr zuvorkommend und freundlich. Egal ob man an der Poolbar seinen Tisch  nach der Sonne ausgerichtet haben wollte oder ob man im Hotel von einem Pagen fotografiert wurde, denn das ist eigentlich strengstens untersagt.

Nach ein paar herrlichen Stunden verließen wir etwas wehmütig das Burj al Arab und gingen zum Parkhaus, denn wir wollten noch nach Hatta. Aber unser Tercel wollte nicht anspringen. Warum? Wir hatten das Licht angelassen und die Batterie war total leer. Also hieß es für Irmgard schieben und nochmals schieben. Die Batterie war so leer, dass der Motor auch an den nächsten Kreuzungen ausging und Irmgard wieder schieben musste.

Danach ging es über eine der vielen Wüstenautobahnen in Richtung Hatta. Vorbei an über 270 m hohen Sanddünen.