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Die Republik Ecuador ist ein Staat in Südamerika mit der Hauptstadt Quito, die am Äquator liegt. Etwa 1.000 km westlich des Festlands liegen die zu Ecuador gehörenden
Galapagos Inseln. Ecuador lässt sich in vier völlig unterschiedliche Zonen aufteilen, den Küstenbereich (Costa) mit der größten Stadt des Landes, Guayaquil, den Andenbereich (Sierra), mit der Hauptstadt Quito, das
bewaldete Amazonastiefland (Oriente) und die im pazifischen Ozean gelegenen Galapagos Inseln. Wir werden auf dieser Seite von der Sierra und dem Amazonastiefland berichten. Über die Galapagos Inseln werden wir im
nächsten Jahr berichten.
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Ecuador, Otavalo, Oriente, Quito, Cotopaxi, Humitas,
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alles Wörter, die für uns vor einigen Wochen noch völlig “spanisch” vorkamen, gehören heute zu unserem Vokabular. Ende April 2007 war immer
noch die Frage: “Nepal oder Ecuador?” Da ich im April einen anstrengenden Marathon in Hamburg absolviert habe, wollte ich in den nächsten Wochen einen erholsamen Urlaub verleben. Da war Nepal
mit seinen hohen Bergen auf einmal aus dem Rennen und wir buchten im Internetreisebüro Ebookers einen Flug nach Quito mit American Airlines. Anfang Mai starteten wir von Schiphol und flogen über
London und Miami nach Quito, wo wir 17 Stunden später, gegen 20:30 h, landeten.
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Für die Immigration am Flughafen in Quito benötigten wir nur 30 Minuten. Ein besonderes Geräusch in der Immigration-Halle ist das Tickern der Drucker, die das Visum
maschinell in den Reisepass drucken. Der dumpfe Aufprall der Einreisestempel in den Pass hat hier ausgedient. Da der Flughafen in Quito ein Flughafen der kurzen Wege ist, hatten wir schnell unser Gepäck in Empfang
genommen und standen kurze Zeit später am Taxi-Stand. Zum ersten Mal bemerkten wir dort, dass das Reisen in Südamerika nicht so einfach ist, wenn man wie wir der spanischen Sprache nicht mächtig ist. Unsere
Vorfreude auf dieses Land ließen wir uns jedoch nicht nehmen, denn wir waren ja mit einem Kauderwelsch-Sprechführer und einem „OhneWörterBuch“ ausgerüstet. Außerdem hatte Irmgard im Flugzeug noch schnell
einige spanische Vokabeln gelernt.
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Buenas tardes
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Spät abends sind wir mit dem Taxi in unserem Guesthouse Auberge Inn angekommen. Dieses Guesthouse hatten wir bereits in Deutschland über das Internet gebucht, denn für
unsere erste Reise nach Südamerika wollten wir auf Nummer sicher gehen. Das Guesthouse lag zwischen der Alt- und der Neustadt und kostete 17 US Dollar pro Nacht. Alle Sehenswürdigkeiten beider Stadtteile konnten wir
von dort gut zu Fuß erreichen. Zunächst verbrachten wir einige Tage in Quito und Umgebung, um die Stadt kennen zu lernen und uns für unsere bevorstehenden Bergtouren ausgiebig zu akklimatisieren. Wir besuchten die
Altstadt mit ihren prächtigen Kolonialbauten, den schönen Kirchen und den belebten Gassen und Parkanlagen. In der Neustadt geht es schon touristischer zu. Sehr viele kleine Reisebüros, die recht preiswerte Reisen
ins ganze Land anbieten und unzählige Cafes, Restaurants und Souvenirgeschäfte bestimmen das Bild. Vor allem auf der Av. Rio Amazonas geht es sehr touristisch zu.Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich aber gut
überlegen, wo man einen Spaziergang macht. Dann sollte man auf jeden Fall einsame Gassen und Parkanlagen meiden. In der ersten Woche machten wir u. a. zwei Bergtouren zum Gipfel des Rucu Pichincha (4698 m), dem
Hausberg Quitos, fuhren mit dem Bus über die Pan Americana zum bunten Markt nach Otavalo und besuchten Mitad del Mundo mit dem Äquatordenkmal, das „auf“ dem Äquator errichtet wurde. Bei der Agentur Ecuadorian
Alpine Institute (E.A.I.) in Quito (www.volcanoclimbing.com) buchten wir eine mehrtägige Bergtour zum Iliniza Norte (5116 m) und zum Cotopaxi (5897 m. Dieses Reisebüro mit seinen erstklassigen Bergführern
wird von einem Ecuadorianer und seiner deutschen Ehefrau geleitet. Das Motto des Reisebüro lautet „Safety first“. Während der gesamten Tour hatten wir immer ein gutes und sicheres Gefühl und die 800 US Dollar
für die zwei Berge waren mehr als gut angelegt.
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Ohne Worte -Südamerika trifft Europa-
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In der Altstadt von Quito
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Wasserverkäufer in der Calle Sucre
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In der Neustadt von Quito
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Saftbar in der Av. Amazonas
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Markttag in Otavalo
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Großer Markt in Otavalo
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Ausflug nach Mitad del Mundo
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Kirche auf dem Äquator
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Chagra sein ist schwer!
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Die beiden jungen Chagras bepackten vor der Hütte eines ihrer Pferde mit zwei leeren Gasflaschen und zwei
Säcken. Sie wollten nun gemeinsam auf einem Pferd zu Tal reiten, während das andere Pferd lediglich als Packpferd dienen sollte. Der eine Reiter saß bereits im Sattel, während der andere mit einem lässigen
Bocksprung von hinten auf dem Rücken des Pferdes springen wollte. Aber jedes Mal rutschte er über das Hinterteil des Pferdes wieder herunter. Dieser Bocksprung wurde einige Male wiederholt, bis der andere Chagra
ein Einsehen hatte und seinen Kollegen festhielt. Jetzt saßen beide auf dem Pferd, doch der hintere Reiter konnte
nicht an die Zügel des Packpferdes kommen. Selbstverständlich war unser Franklin zur Stelle und gab ihm die
Zügel des Packpferds in die Hand. Nach einem lauten „Adios“ setzten sie sich in Bewegung. Doch das störrische Packpferd blieb stehen und der
hintere Reiter, der die Zügel des Packpferdes hielt, rutschte wie ein nasser Sack vom Pferd. Beim nächsten Versuch waren sie schlauer: Jetzt
banden sich beide Chagras mit einem Schal aneinander fest und ritten so zu Tal. Über diese Geschichte haben wir noch lange gelacht und unsere Späße gemacht.
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Nach einer langen und kalten Nacht mit wenig Schlaf brachen wir nach am Morgen zum Gipfel des Iliniza Norte (5110 m)
auf. Für das letzte Teilstück benötigt man ca. 2,5 Stunden. Da wir vom Gipfel aus einen anderen Weg zurück ins Tal gehen
wollten, mussten wir unsere schweren Rucksäcke mitschleppen. Den mächtigen Iliniza Sur im Rücken stiegen wir schnell
bergauf. Kurz unterhalb des Gipfels ließen wir unsere Rucksäcke zurück und kletterten bis zur Bergspitze. Dort hatten wir
zunächst eine gute Sicht auf unser nächstes und wichtigstes Ziel, den Cotopaxi, der aber nach einigen Minuten wieder in
den Wolken verschwand.Der Abstieg ging problemlos vonstatten. Nur Irmgard kam mit dem sandigen und rutschigen
Untergrund nicht zurecht. Sie war wohl an ihre Grenzen gestoßen, aber glücklich, ihren ersten Fünftausender geschafft zu
haben. Für mich war dieser Berg lediglich ein weiterer Fitnesstest, denn es zählte nur die Herausforderung Cotopaxi.
Nachdem wir wieder an unserem Auto angekommen waren, fuhren wir nach Aloasi zu einer schönen Hacienda. Dort war
ein kleiner Bungalow mit zwei Zimmern und Bad für uns reserviert und wir ließen es uns für eine Nacht richtig gut gehen.
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Am nächsten Morgen fuhren wir dann zum Cotopax- Nationalpark. Auf der Fahrt dorthin wechselten sich Nebel, Sonne und Regen ständig ab. Über eine Schotterpiste
erreichten wir den Parkplatz und stiegen dann bei einem starken Wind, der uns fast vom Berg fegte, zur Hütte Refugio Jose Rivas (4800 m) auf. Auf der Hütte gab es eine Handvoll Bergsteiger und etliche
Tagestouristen, die sich den Vulkan aus der Nähe anschauen wollten.
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Wir bezogen im Obergeschoss der Hütte unsere Betten und stärkten uns erst einmal mit Tee und Plätzchen. Am Nachmittag gingen Franklin und ich zum Gletscher, damit er
meine Eistechnik überprüfen konnte. Wir machten so allerlei Übungen. War Franklin zufrieden mit mir, sagte er anerkennend: „Excellent Job!“ Aber es ging auch anders und er tadelte mich, wenn ich unkonzentriert
zu Werke ging. Danach stand noch dieKnotenkunde auf dem Plan und gegen 17:00 h gab es Abendessen. Um 18:00 h war Bettruhe angesagt.
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Um 23:00 h standen wir auf, frühstückten und gegen 00:00 h machten Franklin und ich uns auf den Weg in Richtung Gipfel, während Irmgard in ihrem Schlafsack schlief.
Zunächst ging es rasch bergauf und wir hatten den Gletschereinstieg nach ca. 20 Minuten erreicht. Dort präparierten wir uns für den Gletscher, überprüften unsere Ausrüstung noch einmal und stiegen langsam bergauf.
Im ewigen Eis kamen wir zügig voran. Es klappte alles wie am Schnürchen oder besser gesagt, wie am Seil. Wir machten zügig Höhenmeter und unter uns lag uns die Welt zu Füßen. Nach zwei Stunden Aufstieg sahen wir die
Scheinwerfer zweier Seilschaften, die weit unter uns kletterten. Gegen 02:30 h auf genau 5400 m dann der Schock: Beim Klettern brachen wir immer wieder bis zu den Knien im Eis ein. Nur mit dem Eispickel konnten wir
uns befreien. Mit jedem weiteren Schritt brachen wir wieder ein. Es hatte keinen Sinn mehr weiter zu gehen. Franklin hackte mit seinem Eispickel die Oberfläche auf und stellte fest, dass sich unter der gefrorenen
Schneedecke Wasser angesammelt hatte. In der spanischen Sprache heißt das „placa“ und ist äußerst gefährlich, denn es können sich große Eisplatten vom Gletscher lösen, die dann bergab rutschen und einen
erschlagen können. Nach weiteren Tests am Gletscher kamen wir zu dem Entschluss abzusteigen. Auf dem Weg talwärts trafen wir die beiden anderen Seilschaften. Am Berg kam es zu einer regen Diskussion, ob es möglich
sei, den Gipfel zu erreichen. Alle entschieden sich umzukehren. Selbst Alfonso, ein Bergführer, der vier Bergsteiger zum Gipfel bringen wollte und gleich mit zwei Eispickeln wie ein Stier zu Werke ging, musste sich
geschlagen geben und umkehren. Gegen 05:00 h waren wir wieder an der Hütte angekommen und diskutierten über einen weiteren Aufstieg. Als Alternative wollten wir eventuell den Chimborazo besteigen, da die
Schneeverhältnisse dort besser sein sollten. Am nächsten Tag fuhren wir müde und enttäuscht nach Quito zurück, um mit E.A.I. neu zu verhandeln. Dort riet man uns allerdings von einer Besteigung des Chimborazo ab, da
es in letzter Zeit zu viele Unfälle an diesem Vulkan gegeben hatte. So beschlossen wir, am nächsten Tag noch einmal zum Cotopaxi zu fahren. Auf dem Weg dorthin war das Wetter noch schlechter und die Laune war auch
nicht zum Besten. Franklin machte uns Mut und sagte, dass das Wetter schnell umschlagen könne. Aber das Wetter war schlicht Sch..... Es regnete und es war noch wärmer geworden. Der Berg war in Wolken verhüllt, als
ob er sich vor uns verstecken wollte. Am Nachmittag ruhten wir uns im Refugio aus. Gegen 18:00 h machten wir uns erneut auf den Weg Richtung Gipfel. Dieses Mal wollten wir eine neue Route ausprobieren, die 2007 noch
keiner geklettert war. Wir hatten uns Stangen mit roten Fähnchen daran mitgenommen, um den Rückweg zu markieren. Zunächst stiegen wir durch Geröll direkt über der Hütte steil nach oben. Dann kletterten wir in
den Gletscher. Eine steileEiswand von 12 m Höhe musste überwunden werden. Drei Stunden später kam das Aus. Hinter der Eiswand war der Gletscher zugeschneit und man konnte die Gletscherspalten nicht mehr erkennen.
Das war’s dann also: Ein spannendes Kletterabenteuer am höchsten aktiven Vulkan der Welt. Um unser Leben nicht aufs Spiel zu setzen, ging es zurück zur Hütte. Selbst am nächsten Morgen konnte die schöne
Aussicht auf den Cotopaxi uns die schlechte Laune nicht nehmen. Wie sich später herausstellte, hatte es in den folgenden 14 Tagen niemand mehr geschafft, den Gipfel zu erreichen.
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Eine Studie besagt, dass 50 Prozent der Bergsteiger, die den Cotopaxi besteigen wollen, dieses Ziel nicht erreichen. 25 Prozent hiervon schaffen es auf Grund der
schlechten Witterung nicht, die anderen 25 Prozent wegen ihrer körperlichen Verfassung nicht. Wir gehörten immerhin zu den ersten 25 Prozent, was wollen wir mehr!
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Für den Rest der Reise war jetzt Erholung angesagt. Wir fuhren für einige Tage ins Amazonastiefland. Zunächst ging es mit dem Bus von Quito nach Tena. Die Fahrt
dauerte fast sechs Stunden und zum großen Teil war die Straße nur eine Schotterpiste. In Tena, einem kleinen Städtchen mit großem Busbahnhof, stiegen wir in einen kleinen lokalen Bus um und fuhren nochmals ca. 1,5
Stunden, bis wir den Bootsanleger der Liana Lodge am Rio Acajuno, einem Nebenfluss des Rio Napo erreichten. Mit einem Einbaum fuhren wir dann noch einmal 30 Minuten über den Rio Acajuno und kamen am frühen Abend bei
der Liana Lodge an. Dort erwartete man uns schon, da wir einen Tag zuvor in der Lodge unser Kommen telefonisch angekündigt hatten.
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Die Liana Lodge liegt im Primärregenwald und ist umgeben von hohen Bäumen, Gebüsch, Strauchwerk und Pflanzen, die wir von unserer
Fensterbank zu Hause kennen. Nur eben alles riesengroß. Im Regenwald regnet es natürlich einige Stunden am Tag und es ist zum Teil sehr dunkel, da die hohen Bäume das Sonnenlicht nicht durchlassen. Der Boden ist
sehr schlüpfrig und schlammig, so dass Gummistiefel als Schuhwerk eine gute Wahl sind. Diese kann man in der Lodge ausleihen. Trotz der Hitze sind langärmelige Hemden und lange Hosen sinnvoll, denn sie schützen vor
unzähligen Mückenstichen.
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Die Liana Lodge besteht aus einer großen Hütte mit Rezeption, Feuerplatz, Bar und Küche. Diese Hütte dient auch als Essensraum und Aufenthaltsraum. Im Urwald verstreut
liegen acht kleinere Hütten mit jeweils zwei Doppelzimmern mit Bad, Terrasse und einer Hängematte. Strom gibt es leider nicht. Nur Kerzenlicht und einen kleinen Gasboiler für warmes Wasser. Das Wasser kommt aus
einer Quelle im Wald und kann bedenkenlos getrunken werden. Zur Logde gehört auch der „Amazoonico“. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Zoo, der von der Polizei beschlagnahmte Tiere aufnimmt. Die Tiere
stammen zum großen Teil aus Restaurants und Privathaushalten, wo sie illegal gefangen gehalten wurden. Da den Tieren der natürliche Jagdtrieb in der Gefangenschaft abhanden gekommen ist, werden sie jetzt für den
Urwald wieder fit gemacht und -wenn möglich - einige Zeit später ausgewildert. Im Zoo arbeiten Volontäre aus Deutschland und der Schweiz, meistens junge Frauen.Für sechs Monate arbeiten sie hier ohne Bezahlung. Für
das tägliche Essen müssen sie sogar noch 50 US Dollar pro Monat bezahlenWährend des Aufenthalts im Urwald haben wir einige Dschungeltouren unternommen. Wir haben uns die Urwaldriesen (Bäume) angeschaut, haben uns
die unterschiedlichsten Pflanzen erklären lassen, haben bunte Frösche und Kleingetier gesehen, haben ein Indianerdorf besichtigt und haben die unterschiedlichsten Früchte kennen gelernt. Natürlich haben wir auch den
Amazoonico besucht und die vielen Affen, Papageien, Wildschweine, Ozelots und anderes Getiergesehen. Immer wenn wir einen Ausflug in den Dschungel unternahmen, stand uns ein hilfsbereiter Indio zur Verfügung, der
uns alles zeigte und erklärte.
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Nach dem Besuch des Dschungels fuhren wir weiter nach Banos, unserem letzten Aufenthaltsort, bevor es wieder mit dem Bus zurück nach Quito ging.
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Banos ist eines der Touristenzentren in Ecuador, auch für die einheimische Bevölkerung. Dementsprechend gibt es dort alles, was man nicht unbedingt braucht: Gute
Restaurants und Cafés, unendlich viele Souvenirgeschäfte mit bunten Balsaholzschnitzereien (Vorteil: wiegt fast nichts) und jede Menge Travel Agencies, bei denen man Dschungeltreks buchen kann. Das Städtchen liegt
in einem Tal und hat einen Schwarzwaldcharakter mit seinen grünen Bergen und einem reißenden Bach mit vielen Wasserfällen. Doch über allem thront der aktive Vulkan Tungurahua, der noch im letzten Jahr ausgebrochen
ist. In vielen Geschäften liegen Lavareste vom letzten Ausbruch als Anschauungsmaterial. Banos ist auch berühmt für seine Süßigkeiten aus Zuckerrohr. Überall kann man klebrige Bonbons und Säfte aus Zuckerrohr
kaufen, die besonders lecker sind. Lecker und vor allem sehr nahrhaft ist auch das rote Fruchtgelee, das aus der Guyabanafrucht hergestellt wird. Banos bietet für jeden etwas: Vom Wandern bis zum Wassersport,
Rafting, Baden in heißen Thermalquellen (daher auch der Name Banos = Bad), Bungee springen, Motorradfahren - alles ist dort möglich und die Preise für Unterkunft und Verpflegung sind sehr günstig. Wir hatten ein
sehr schönes Zimmer und 24 Stunden gratis Internet für sage und schreibe 13 US Dollar das Doppelzimmer pro Nacht.
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Der unglücklichste Tag in Ecuador!
Diese Geschichte hat sich so zugetragen, wie ich sie hier aufgeschrieben habe. Auch wenn ich manchmal zu Übertreibungen neige, diese Geschichte hat sich wirklich so
ereignet! Am vorletzten Tag in Banos haben wir eine Wanderung unternommen. Wir wanderten zu einem Berg, der dem Tungurahua gegenüber liegt, um die Aussicht auf den Vulkan zu genießen. Die Wanderung führte von
Banos über einen kleinen Bach bergauf durch Obst- und Gemüseplantagen, wo Bauern ihre Ernte einbrachten. Zunächst überholten uns noch einige Autos auf dem Weg, aber dann wurde es stiller und wir kamen nur noch an
einigen kleinen Häusern vorbei, wo überall Hunde bellten. Auf diesem Weg kamen wir an drei Hunden vorbei, die am Wegesrand standen und grimmig bellten. Mit einem schlechten Gefühl passierten wir die Hunde, die immer
übermutiger wurden. Einer verfolgte uns und biss mich in den linken Schuh. Mit einem Stein konnte ich den Hund vertreiben. Zusehends wurde der Weg schmaler und wir kamen an zwei Eseln vorbei. Der erste Esel wurde
mit Obst beladen, während der andere am Wegesrand stand. Als ich am zweiten Esel vorbeilaufen wollte, erschrak sich dieser, schrie laut „i-ah“ und schlug nach hinten aus. Ich konnte noch zur Seite springen,
aber ein Huf traf mich am rechten Oberschenkel. Danach gingen wir weiter bis zum Gipfel und sahen den Vulkan leider nur schemenhaft hinter den Wolken. Nach kurzer Rast ging es zurück nach Banos. Unterwegs kam uns
ein alter Mann mit einem Wanderstab entgegen. Als wir an ihm vorbeiliefen sagte ich freundlich „Buenas tardes“. Der Mann erwiderte meinen Gruß und schlug mir gleichzeitig voller Freude mit seinem Stab aufs
Gesäß und lachte dabei. Er fand es wohl spaßig und ich schließlich auch und wir lachten beide herzhaft. Aller guten Dinge sind eben drei.
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Die Geschichte des Panamahutes
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Der Name täuscht: Panamahüte kommen nicht aus Panama, sondern aus Ecuador. Der Sombrero de Paja Toquilla wurde schon 1849 exportiert. Auf diese Weise gelangte der
Hut auch nach Panama und die Dinge nahmen ihren Lauf. Als Sonnenschutz nutzten die Goldsucher, die über Panama nach Kalifornien zogen, diesen Hut. Ein in Panama lebender Franzose erkannte die Modequalitäten dieses
Hutes und präsentierte ihn 1855 auf der Weltausstellung in Paris. Napoleon III war von dem Hut aus „Panama“ ganz angetan und machte ihn hoffähig. Seit dieser Zeit heiß der Hut fälschlicherweise Panamahut.
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In Banos kauften wir noch einige Souvenirs ein, wie z. B. verschiedene Schnitzarbeiten aus Balsaholz und einen Panamahut. Natürlich auch
Süßigkeiten aus Zuckerrohr und Guayabanagelee. So ging eine schöne Urlaubsreise mit vielen Erlebnissen zu Ende. Wir werden wiederkommen, denn es sind noch einige Dinge zu tun. Allem voran die Besteigung des Cotopaxi
und des Chimborazo.
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Hasta la Vista
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