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Galapagos
Galapagos
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Der Archipel liegt ca. 1000 km vor der Westküste Südamerikas direkt am Äquator und umfasst 13 Inseln, die größer als 5 qkm sind. Dazu kommen noch 6 kleinere Inseln und 40 Eilande hinzu. Politisch gehören die Galapagos-Inseln zu Ecuador.
Weltbekannt sind die Inseln für die seltenen Tier- und Pflanzenarten, die teilweise auch nur dort heimisch sind. Deshalb hat sich Galapagos zu einem Mekka für Forscher und Naturfreunde entwickelt. Aber auch Tauchern und Schnorchlern erscheinen die Gewässer um die Inseln wie ein Paradies.

Weltkarte
Galapagos-Archipel
Vogel Krabbe Fregattvogel
Seelöwe
Flamingo
Leguan Fregattvogel
Schildkröten
Schildkröte

Natürlich kennt man die Galapagos-Inseln, sei es von Fernsehreportagen, aus Büchern oder aus dem früheren Schulunterricht. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von dieser Inselwelt. Die ersten Seefahrer, die diese Inseln betraten, waren der Annahme, dass dies die Hölle sei, da auf der schroffen und dampfenden Insel große furchterregende Drachen lebten.

Auch wir hatten so unsere Vorstellungen. Ich war immer der Meinung, dass es sich bei Galapagos nur um eine Insel handeln würde. Dass es mehr als 13 Inseln sind, habe ich erst erfahren, als wir eine achttägige Kreuzfahrt durch die Inselwelt gebucht haben. Die Reise haben wir über das Internet bei dem Reiseveranstalter EAI in Quito gebucht, da es dort günstiger ist als in Deutschland. EAI war uns bereits aus dem letzten Jahr bekannt und ich hatte dort auch meine mehrwöchige Bergtour gebucht

Am 11.02.08 kam Irmgard nach Ecuador, wo ich bereits seit einigen Wochen war. Gemeinsam sind wir dann am 14.02.08 von Quito über Guayaquil nach Galapagos zur Insel Baltra geflogen, wo sich der Flughafen befindet. Zunächst muss man am Flughafen eine Immigration-Card ausfüllen und 100 US Dollar Eintrittsgebühr bezahlen. Danach steht das Gepäck schon abholbereit an einem Schalter. Einen Sticker, der sich bei den Reiseunterlagen befand, hatten wir bereits am Hemd befestigt und dieser wies uns als Passagiere des Dreimasters Angelique aus. So hatte es der Guide am Flughafen nicht schwer, seine Touristen zu erkennen. Kreuzfahrten gibt es in allen Preiskategorien von einfacher Touristenklasse bis Super-Luxusklasse.  Wer welche Kategorie gebucht hat, erkennt man schon am Flughafen. Die Touristenklasse wird in öffentlichen Bussen vom Flughafen zum Fähranleger gefahren, während die Passagiere der gehobenen Klassen in feinen Minibussen und Privatautos befördert werden. Vom Fähranleger setzt eine Personenfähre zur Insel Santa Cruz über. Dann geht es weiter zur Hafenstadt Puerto Ayora, wo die Einschiffung stattfindet.

Pinnacle Rock
Angelique

Mit einem kleinen Schlauchboot wurden wir am Anleger abgeholt und zum Schiff gefahren. Wir staunten nicht schlecht, war es doch nicht der Dreimaster, wie er auf dem Prospekt stand, sondern ein Zweimaster, der früher als Fischkutter die Meere durchfahren hatte. Unser hatte Schiff nicht viel Ähnlichkeit mit dem Schiff auf dem Prospekt und die Stimmung sank ein wenig, da es auch noch anfing zu regnen und unser Guide einen merkwürdigen Eindruck machte. Die Mannschaft auf dem Schiff und die 14 Touristen waren allerdings sehr nett und um es vorweg zu nehmen die Verpflegung war perfekt und die Unterbringung in Ordnung. Nachdem wir unsere Kajüte in Windeseile eingerichtet hatten, stand schon der erste Ausflug bevor. Auf Santa Cruz besuchten wir bei strömendem Regen die Riesenschildkröten.

Wilmer3

Hallo, ich bin Wilmer, Euer Guide!

In den nächsten Tagen werde ich Euch die herrliche Welt der Tiere zeigen. Bitte folgt meinen Anweisungen, bleibt in der Gruppe zusammen und verlaßt  nicht die markierten Wege. Das Berühren der Tiere ist strengstens verboten. 
Folgt mir bitte, es geht los!

Schildkröte
Schildkröte
Schildkröte
krabbe

TonneAm nächsten Tag fahren wir mit dem Schiff zur Insel Floreana und machen einen Landgang. Dort befindet sich am Ufer eine alte Regentonne, in die die Piraten früher ihre Post hineingelegt haben. Dieser Briefkasten ist heute noch aktiv. Wir haben einen unfrankierten Brief an uns selber adressiert in die Tonne gelegt und hoffen, dass dieser Brief uns eines Tags zugestellt wird. Normalerweise wird dieser Brief einem persönlich überbracht, aber es kommt auch vor, dass ein Tourist diesen Brief an sich nimmt und ihn dann mit der Post zusendet. Hoffentlich kommt der Brief eines Tages an. Außerdem haben wir noch eine Piratenhöhle besichtigt. Auch von der Tierwelt haben wir einiges gesehen. Eine Flamingo-Kolonie, Seelöwen, den ersten Blaufußtölpel und riesengroße Seeschildkröten die ans Ufer schwammen, um dort ihre Eier abzulegen. Jede Menge bunte Krabben, Fliegende Fische und Fregattvögel. Das war Galapagos nach unserem Geschmack.

Krabbe
Blaufusstoelpel Fregattvogel
Seeloewe

Die nächste Station war Española. Dort liegen hunderte von Seelöwen am Strand, die alle fotografiert werden wollen. Außerdem gibt es dort viele Leguane. Den Morgen verbringen wir mit Schnorcheln. Es gibt jede Menge bunte Fische, Rochen und anderes Getier zu sehen. Seelöwen begleiten uns neugierig und schauen zu, was wir machen. Ab und zu kommen sie bis auf 2 cm mit ihren Schnauzen an die Schwimmbrille heran und gucken mit ihren großen Augen in die Brille oder beißen einem vor lauter Übermut in die Schwimmflossen. Am Nachmittag findet ein Rundgang über die Insel statt. Wir sehen jede Menge Seelöwen, Leguane, Eidechsen, Blaufußtölpel, Maskentölpel und andere Vogelarten. Überall sehen wir die unterschiedlichsten Tiere. So haben wir uns Galapagos vorgestellt.

Seelöwe Schnorchlerin
Landgang
Fregattvogel Leguan
Welle
Leguan

Über Nacht fahren wir nun weiter zur Insel Santa Fé. Santa Fé ist um diese Zeit sehr grün. Es gibt riesige Kakteen, die so groß wie Bäume sind und in voller Blüte stehen. Die Tierwelt ist nicht so vielfältig wie auf Española. Eine Besonderheit auf dieser Insel ist der braune Landleguan, der sich mit seiner Hautfarbe der Insel geschickt angepasst hat. Danach geht es weiter nach North Seymour, das wir leider nicht erreicht haben. Mit einem Maschinenschaden bleiben wir im Kanal zwischen Baltra und Santa Cruz liegen und verlieren einen Tag, da die Herbeischaffung eines Ersatzteiles so lange dauert. Also ist relaxen angesagt. Ab und zu schwimmen am Boot einige Haie und andere große Fische vorbei. So richtig langweilig wird es also nicht. Nach der Schiffsreparatur schippern wir nach Genovesa. Genovesa ist eigentlich ein untergegangener Vulkan, wo nur der Kraterrand herausragt. Wir ankern inmitten des Vulkankraters und gehen an Land. Auf der Insel sind natürlich wieder jede Menge Tiere zu beobachten. Danach fahren wir mit zwei Schlauchbooten zur anderen Seite der Insel. Am Prince-Philipp-Step ist das Wasser sehr unruhig und die Wellen heben und senken sich ständig um ca. 2 m. Der Bootsführer fährt den Steg an, wo eine Person dann schnell aussteigen kann. Danach wird das Boot von den Wellen zurückgedrängt und die Prozedur beginnt von Neuem. Eigentlich sollte es eine Trockenlandung sein, aber wir standen alle bis zu den Knien im Wasser. Neugierige Seelöwen hatten einen Spaß daran zuzusehen, wie wir an Land sprangen.

Angelique Leguan
Kakteen
Eule
Prince-Philipp-Step Prince-Philipp-Step
Pinguine

Als nächstes schipperten wir nach San Salvador. Diese Insel ist für ihre vielen Lavaformationen bekannt. Es gibt dort breite Zungen, Blasen und Rippen, die wie aufgedrehte Fäden und Seile aussehen. Die Tierwelt ist hier nicht so mannigfaltig wie z.B. auf Española, allerdings haben wir dort die ersten Pinguine gesehen. Danach geht es weiter zur Insel Bartolomé mit ihrem bekannten Fotomotiv Pinnacle Rock. Auf der Insel führt eine Holztreppe zu einem Aussichtsplateau. Vor dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf den Galapagos-Archipel.Am Abend sind wir dann nach Puerto Ayora zurückgefahren, wo wir am nächsten Tag die Charles Darwin Research Station besichtigt haben. Vondort ging es dann zurück zum Flughafen.Wir verbrachten eine herrliche Zeit auf den Galapagos-Inseln. Die Besatzung der Angelique war sehr zuvorkommend und zusammen mit den Mitreisenden hatten wir viel Spaß.

Bartolome Lavafeld Lavafeld
Pinnacle Rock Pinguin Schildkroete
Blaue Fuesse

Auch diese Reise ging wieder viel zu schnell vorüber.
Die Galapagos-Inseln werden wir so schnell nicht vergessen.