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Natürlich kennt man die Galapagos-Inseln, sei es von Fernsehreportagen, aus Büchern oder aus dem früheren Schulunterricht. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von dieser Inselwelt.
Die ersten Seefahrer, die diese Inseln betraten, waren der Annahme, dass dies die Hölle sei, da auf der schroffen und dampfenden Insel große furchterregende Drachen lebten.
Auch wir hatten so unsere Vorstellungen. Ich war immer der Meinung, dass es sich bei Galapagos nur um eine Insel handeln würde. Dass es mehr als 13 Inseln sind, habe
ich erst erfahren, als wir eine achttägige Kreuzfahrt durch die Inselwelt gebucht haben. Die Reise haben wir über das Internet bei dem Reiseveranstalter EAI in Quito gebucht, da es dort günstiger ist als in
Deutschland. EAI war uns bereits aus dem letzten Jahr bekannt und ich hatte dort auch meine mehrwöchige Bergtour gebucht
Am 11.02.08 kam Irmgard nach Ecuador, wo ich bereits seit einigen Wochen war. Gemeinsam
sind wir dann am 14.02.08 von Quito über Guayaquil nach Galapagos zur Insel Baltra geflogen, wo sich der Flughafen befindet. Zunächst muss man am Flughafen eine Immigration-Card ausfüllen und 100 US Dollar
Eintrittsgebühr bezahlen. Danach steht das Gepäck schon abholbereit an einem Schalter. Einen Sticker, der sich bei den Reiseunterlagen befand, hatten wir bereits am Hemd befestigt und dieser wies uns als Passagiere
des Dreimasters Angelique aus. So hatte es der Guide am Flughafen nicht schwer, seine Touristen zu erkennen. Kreuzfahrten gibt es in allen Preiskategorien von einfacher Touristenklasse bis Super-Luxusklasse.
Wer welche Kategorie gebucht hat, erkennt man schon am Flughafen. Die Touristenklasse wird in öffentlichen Bussen vom Flughafen zum Fähranleger gefahren, während die Passagiere der gehobenen Klassen in feinen
Minibussen und Privatautos befördert werden. Vom Fähranleger setzt eine Personenfähre zur Insel Santa Cruz über. Dann geht es weiter zur Hafenstadt Puerto Ayora, wo die Einschiffung stattfindet.
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Mit einem kleinen Schlauchboot wurden wir am Anleger abgeholt und zum Schiff gefahren. Wir staunten nicht schlecht, war es doch nicht der Dreimaster, wie
er auf dem Prospekt stand, sondern ein Zweimaster, der früher als Fischkutter die Meere durchfahren hatte. Unser hatte Schiff nicht viel Ähnlichkeit mit dem Schiff auf dem Prospekt und die Stimmung sank
ein wenig, da es auch noch anfing zu regnen und unser Guide einen merkwürdigen Eindruck machte. Die Mannschaft auf dem Schiff und die 14 Touristen waren allerdings sehr nett und um es vorweg zu nehmen
die Verpflegung war perfekt und die Unterbringung in Ordnung. Nachdem wir unsere Kajüte in Windeseile eingerichtet hatten, stand schon der erste Ausflug bevor. Auf Santa Cruz besuchten wir bei strömendem
Regen die Riesenschildkröten.
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Hallo, ich bin Wilmer, Euer Guide!
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In den nächsten Tagen werde ich Euch die herrliche Welt der Tiere zeigen. Bitte folgt meinen Anweisungen, bleibt in der Gruppe zusammen und verlaßt nicht die
markierten Wege. Das Berühren der Tiere ist strengstens verboten. Folgt mir bitte, es geht los!
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Die nächste Station war Española. Dort liegen hunderte von Seelöwen am Strand, die alle fotografiert werden wollen. Außerdem gibt es dort viele Leguane. Den Morgen
verbringen wir mit Schnorcheln. Es gibt jede Menge bunte Fische, Rochen und anderes Getier zu sehen. Seelöwen begleiten uns neugierig und schauen zu, was wir machen. Ab und zu kommen sie bis auf 2 cm mit ihren
Schnauzen an die Schwimmbrille heran und gucken mit ihren großen Augen in die Brille oder beißen einem vor lauter Übermut in die Schwimmflossen. Am Nachmittag findet ein Rundgang über die Insel statt. Wir sehen jede
Menge Seelöwen, Leguane, Eidechsen, Blaufußtölpel, Maskentölpel und andere Vogelarten. Überall sehen wir die unterschiedlichsten Tiere. So haben wir uns Galapagos vorgestellt.
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Als nächstes schipperten wir nach San Salvador. Diese Insel ist für ihre vielen Lavaformationen bekannt. Es gibt dort breite Zungen, Blasen und Rippen, die wie
aufgedrehte Fäden und Seile aussehen. Die Tierwelt ist hier nicht so mannigfaltig wie z.B. auf Española, allerdings haben wir dort die ersten Pinguine gesehen. Danach geht es weiter zur Insel Bartolomé mit ihrem
bekannten Fotomotiv Pinnacle Rock. Auf der Insel führt eine Holztreppe zu einem Aussichtsplateau. Vor dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf den Galapagos-Archipel.Am Abend sind wir dann nach Puerto Ayora
zurückgefahren, wo wir am nächsten Tag die Charles Darwin Research Station besichtigt haben. Vondort ging es dann zurück zum Flughafen.Wir verbrachten eine herrliche Zeit auf den Galapagos-Inseln. Die Besatzung der
Angelique war sehr zuvorkommend und zusammen mit den Mitreisenden hatten wir viel Spaß.
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Auch diese Reise ging wieder viel zu schnell vorüber. Die Galapagos-Inseln werden wir so schnell nicht vergessen.
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