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Mitte Mai 2004 trafen sich in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, elf spirituelle Zeitgenossen aus Spanien, der Schweiz, Deutschland und Südafrika, um das
Abenteuer, die Umrundung des Kailash in Angriff zu nehmen. Ziel war nicht das bergsteigerische Abenteuer, sondern das Spirituelle und Religiöse am eigenen Leibe zu erfahren. Dazu muss der 6714 m hohe
Kailash in einer Höhe von ca. 5000 m bis 6000 m umrundet werden. Diese Umrundung wird auch Kora oder Parikrama genannt. Die Spitze des Kailash hat bis heute noch niemand
erklommen. Also machten sich elf Vagabunden, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten auf den gemeinsam auf den Weg nach Kodari, einer kleinen Grenzstadt an der chinesischen Grenze. Hinter der Grenze
standen unsere Jeeps und ein großer Truck für die Ausrüstung, inklusive der Lebensmittel, bereit. Die ganze Logistik wurde von der Agentur Snowjuwel in Kathmandu übernommen. Von dort wurden auch der Guide, die
Köche und die Helfer unter Vertrag genommen. Zunächst ging es nach Nyalam, einer kleinen Stadt in 3600 m Höhe. Dort stand ein viertägiges Akklimatisierungsprogramm mit vielen Trekking - Touren
bis zu einer Höhe von 4500 m auf dem Plan. Nach diesen Tagen der Akklimatisierung fuhren wir über Saga, Paryang bis nach Darchen, zum Fuß des Kailash. Für diese Strecke brauchten wir vier Tage ohne
Akklimatisierungstage und es mussten einige über 5000 m hohe Pässe überquert werden. Die meisten von uns, hatten zuvor mehrere Trekking-Touren in Nepal zu Akklimatisierung unternommen. Irmgard und ich hatten
zuvor in Sikkim, am Kangchendzoenga und in Nepal, im Annapurnagebiet, unvergessliche drei Wochen verlebt. Wir waren fast ständig zwischen 3000 m und 4000 m unterwegs und hatten uns gut akklimatisiert. Diejenigen,
die zuvor kein eigenes Programm durchgeführt hatten, hatten enorme Schwierigkeiten sich an die große Höhe zu gewöhnen. Diamox und Nifedine waren für diese Personen an der Tagesordnung. Ich benötigte überhaupt keine
Medikamente und war fast topfit bis auf die kleinen Unpässlichkeiten, die jeder in der Höhe hat. Siehe auch mein Bericht über Höhenkrankheiten auf der Tibet Seite! An dieser Stelle möchte ich Irmgard danken, die
mit mir in Indien/Sikkim und Nepal/Annapurna, unterwegs war und unter der Höhe enorm zu leiden hatte. Ohne Irmgard hätte ich die Vorbereitung wohl nicht so gut überstanden. Ihre große Lebensfreude hat mich
immer voran getrieben. Endlich in Darchen angekommen, mit Blick auf den Kailashgipfel, hatten wir erneut einen Ruhetag, bevor es am nächsten Morgen auf die 60 km lange Kora ging, für die etwa 3 - 4 Tage
benötigt werden.
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