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Kambodscha

Genug der Einführung

Kambodscha liegt in Festland-Südostasien, das auch Hinterindien genannt wird. Das Land der Khmer ist mit 181 035 km², nach dem Stadtstaat Singapur und dem Sultanat Brunei, das kleinste Land Südostasiens. Kambodscha grenzt im Nordwesten an Thailand, im Norden an Thailand und Laos, im Osten und Südosten an Vietnam und besitzt im Südwesten 340 km Küste am Golf von Thailand. Kambodscha zählt heute knapp über 10 Millionen Einwohner.
Die Hauptstadt des Landes heißt Phnom Penh. Sie liegt an den Flüssen Mekong und Tonle Sap, wobei der Tonle Sap ein Nebenfluss des Mekong ist.

1998 sind wir zum erstenmal nach Kambodscha gereist.
1999 waren wir noch einmal da, denn das Land faszinierte uns sehr und wir hatten uns beim erstenmal nur die Hauptattraktionen angeschaut. Von Singapur sind wir mit der Silk-Air, einer Tochtergesellschaft der Singapore Airlines nach Phnom Penh geflogen. Dort haben wir uns zunächst ein günstiges Guest-House gesucht, bevor wir uns aufgemacht haben, Phnom-Penh zu entdecken.
Von unserem Guest-House war es ein kurzer Fußweg bis zum Tonle-Sap. Ca. 2 km stromabwärts haben wir zunächst den Königspalast und die Silberpagode besichtigt. Das Gelände der Silber- pagode kann mit dem Wat Phra Kheo in Bangkok verglichen werden. Zwar ist es um die Silberpagode schlichter, doch gibt es dort keine Touristenströme wir im Wat Phra Kheo. Wenn ich mit recht entsinne, waren auf dem Gelände nur drei Touristen.

Koenigspalast

Ansicht Königspalast

Silberpadode

Aufstieg zur Silberpagode

Elefant

    Phnom Penh am Abend 

Als nächstes stand noch der Wat Phnom Penh auf dem Programm. Der Wat liegt auf einem 30 m hohen Hügel. Er ist das Wahrzeichen der Stadt, umgeben von einer Grünanlage.
Rund um den Wat herrscht in den Nachmittagsstunden reges Treiben. Dort kann, wer Lust hat, auf einem Elefanten reiten, an kleinen Garküchen Leckerbissen zu sich nehmen, oder einfach unterhalb des Wat in den Bambusbüschen die Seele baumeln lassen.
Jedoch mit der Seele baumeln lassen ist das so ein Problem. Man bleibt nicht lange alleine und hat man erst seinen Reiseführer herausgekramt, um etwas nachzulesen, steht schon eine Menschentraube um einen herum und riskiert neugierig einen Blick ins Buch.
Bettler gibt es natürlich auch. Hauptsächlich Kinder, die um etwas Geld betteln. Aus meinen Reiseaufzeichnungen möchte ich die nachfolgenden Sätze ungekürzt aufschreiben, um einen realen Einblick zu vermitteln.
 
Reiseaufzeichnung vom 16.01.1999

Wir waren an der Pagode Penh. Überall sind viele verstümmelte Bettler und kleine Kinder, die nur ein Wort beherrschen und
das Wort heißt Riel. Der Riel ist die Geldwährung Kambodschas, 1000 Riel = 0,23 Euro.
An der Pagode Penh war ein ca. 5-jähriges Mädchen, welches um Geld bettelte. Das Mädchen hielt ein völlig nacktes Neugeborenes auf dem Arm. Ein so unterernährtes winziges Kind habe  ich noch nie gesehen.
Am Abend waren wir in einer der vielen Suppenküchen am Tonle Sap essen. Da kamen drei kleine Kinder zu uns und bettelten. Geld haben wir denen nicht gegeben, da man nicht jedem Bettler etwas geben kann. Das hält auf Dauer kein Portemonnaie
lange aus. Eines der Kinder zog die fast leere Suppenschüssel mit noch einigen Resten fettigen  Schweinefleisches vom Tisch, versteckte sich wie ein Hund unter unserem Tisch  und verzehrte die Reste.“


Solche Bilder bleiben natürlich lange an uns haften, insbesondere dann, wenn mal wieder am Essen im Restaurant zu Hause  genörgelt wird, weil ein Salatblatt vielleicht nicht mehr ganz so knackig aussieht.

Friseur

Open-Air-Frisöre in Phnom Penh

Marktplatz

   Nachmittagsdebatte

Wasserbueffel

     Irgendwo am Mekong

In den nächsten Tagen wurde Phnom Penh noch ausgiebig besichtigt. So standen das Tuol-Sleng-Museum, eine Gedenkstätte des Pol Pot Regimes, die zentrale Markthalle und natürlich die Killing Fields auf dem Programm.
Wenn man an Kambodscha denkt, so denkt man in erster Linie an Angkor Wat. Wir natürlich auch und so machten wir uns auf nach Siem Reap, der Stadt in unmittelbarer Nähe des Angor Wat. Zur Zeit kann Siem Reap mit dem Speed-Boot oder dem Flugzeug erreicht werden. Mit dem Bus ist zur Zeit nicht zu empfehlen, da es immer wieder zu Überfällen kommen kann. Aber auch mit dem Boot ist man nicht ganz so sicher. Über das Sicherheitsrisiko sollte man sich vor Ort erkundigen.
In Siem Reap angekommen haben wir uns zwei Honda Dream samt Fahrern gemietet und sind drei Tage damit unterwegs gewesen .Der Höhepunkt war natürlich der Angkor Wat, Angkor Thom, der Bayon, die Elefantenterrasse, Baphuon, Ta Prohm und das unvergessliche Banteay Srei. Aber auch die mächtigen Würgefeigen haben es uns angetan. Wegen der angespannten Lage in Kambodscha kamen wir nur bis Banteay Srei. Um dort sicher herumlaufen zu können, wurden wir von einigen bis an die Zähne bewaffneten Soldaten beschützt. Das kostete uns aber die Kleinigkeit von 50 US Dollar.
Von Siem Reap ging es mit Bangkok Airways direkt nach Bangkok, um alles für das nächste Ziel zu organisieren:  Laos, unsere nächste Station.

Angkor Wat

    Angkor Wat im Dschunge

Stadttor

       Stadttor zu Angkor Thom 

Relief

        Flachreliefs im Inneren

Ta Prohm

   Ta Prohm (Würgefeigen)   

Angkor Wat

       Haupteingang        

Banteay Srei

  Banteay Srei

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