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Laos
Wappen-Laos1
Flagge Laos
Karte

“sabbei dee  &  Guten Tag”

Unterhält man sich mit Mitmenschen über Laos, so meinen viele, dass es sich um einen Staat in Afrika handelt. Denn Laos wird von vielen mit Lagos verwechselt.
"Unser" Laos ist ein Nachbarstaat im Nordosten von Thailand. Die Grenzen zu Laos bilden im Norden China und Burma. Im WestenThailand, im Süden Kambodscha und im Osten Vietnam. Laos ist ein sehr kleines Land von ca. 236.800 Quadratkilometern, also doppelt so groß wie Kambodscha. Die Hauptstadt heißt Vientiane. Sie liegt direkt am Mekong, an der Westgrenze zu Thailand. Von Bangkok ist Vientiane lediglich eine Flugstunde entfernt.

Erinnert man sich an Laos zurück, so fallen einem zuerst die freundlichen Menschen ein. Danach denkt man an die langen Abende und an das ruhige Leben. Natürlich denkt man an das leckere Lao Beer, das überall gerne getrunken wird.

Bierlabel
Eintrittskarte
Eintrittskarte

Eintrittskarten

Gestartet haben wir unsere Reise, wie die meisten Touristen in der Hauptstadt Vientiane. Vientiane ist sehr klein und man kann sich nicht vorstellen, in einer Hauptstadt zu sein. Es geht halt ländlich zu.
Zunächst haben wir uns um einen Weiterflug nach Luang Prabang gekümmert. Wir informierten uns im Büro der Lao Aviation nach einem Flug nach Luang Prabang. Die freundlichen Mitarbeiter sagten uns dort, dass in vermutlich zwei Tagen ein Flugzeug nach Luang Prabang starten würde. Das hänge davon ab, wie schnell das Flugzeug ausgebucht sei. Denn man würde nur bei 100 prozentiger Auslastung fliegen. Wir sollten zweimal am Tag im Büro nachfragen, wann das Flugzeug starten würde. Einen genaue Abflugzeit würde auch noch nicht feststehen.Lao AviationAlso hieß es für uns warten und wir konnten uns ausführlich Vientiane widmen. Zunächst standen die zahllosen buddhistischen Klöster, das Nationalheiligtum That Laung, Wat Sisaket und das Patou Say auf dem Programm. Um das Patou Say gibt es eine amüsante Geschichte. Das Bauwerk Patou Say  ähnelt sehr dem Triumph-Bogen in Paris. Es wurde Ende der sechziger Jahre gebaut und zwar mit den Mitteln , den die USA für den Ausbau des Flughafens in Vientiane zur Verfügung gestellt hatten. Aber was ist wichtiger im Leben?
Den Abend ließen wir in der Sunset-Bar am Mekong mit einem kühlen Lao Beer ausklingen.

Patou-Say

Patou Say in Vientiane

Dreirad

Hauptstraße in Vientiane

That-Luang

That Luang

Lao-Kinder

Trübe Kinderaugen blicken in eine ungewisse Zukunft

Nach zwei Tagen in Vientiane flogen wir nach Luang Prabang. Am Flughafen in Vientiane standen zwei Propellermaschinen bereit, die beide nach Luang Prabang flogen. Wir konnten uns ein Flugzeug aussuchen, denn genaue Platzzuweisungen gab es nicht und es galt die Regel, wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Im Flugzeug waren noch einige hundert Singvögel verstaut und es wurde ein fröhlich zwitschernder Flug mit sehr viel Nebel in der Kabine, denn das Wasser der Klimaanlage kondensierte und es bildete sich starker Dunst, so dass man die vorderen Sitzplätze nicht erkennen konnte. In Luang Prabang besichtigten wir die vielen Klöster, u.a. Wat Xieng-Thong und Wat Sene, die Höhle von Pak Ou, ein Hmong-Dorf und das Töpfer-Dorf Sang Hay.

Tempel

Tempel in Luang Prabang

Tham Thing

Die Höhle Tham Thing

Naturwunder  -oder-

Ebene der Tonkrüge

Wandmalerei

Wandmalerei an der Außenseite eines Tempels

Fischer

Fischer in der Nähe von Luang Prabang

Lao-Frauen

Über 600 Steinkrüge sind hier zu bestaunen

Dann ging es weiter nach Xieng-Khoung. Wir haben uns für das Flugzeug entschieden, da wir wenig Zeit hatten. Aber wenn ich mir das so richtig überlege, wären wir vielleicht lieber mit dem Bus gefahren, denn der Flug war mörderisch.Wir saßen schon in der kleinen Propellermaschine. In dem Flugzeug fanden 18 Personen Platz. Der Pilot saß auch schon an seinem Platz und checkte die Maschine, als die Stewardess mit einer Plastiktüte zum Piloten ging. Sie zauberte aus der Tüte zwei Flaschen Lao Beer und der Kapitän genehmigte sich zuerst einen Schluck aus der Flasche.
Jetzt sah man natürlich den Flug mit ganz anderen Augen und jeder Berg den wir überflogen, oder besser gesagt, darüber hopsten, war eine Bedrohung. Der Kapitän flog immer genau auf die Bergspitze zu. Wenn wir meinten es würde jetzt krachen, so hopsten wir eben mal so über die Bergspitze. Das ging sechs bis siebenmal so, bis wir in die Ebene der Tonkrüge auf einer Wiese landeten.
Am nächsten Tag besichtigten wir die riesigen Tonkrüge. Keiner weiß genau, wie sie dort hingekommen sind.
Die einen berichten, dass es sich um Särge handeln würde. Die anderen berichten von riesigen Bierkrügen, die nach einer Schlacht dorthin gebracht wurden. Insgesamt liegen und stehen dort über 500 Gefäße. Danach gings mit Glück zurück nach Vientiane. Ich spreche deshalb von Glück, da an diesem Morgen zwei winzige Flugzeuge landeten und diese von den Passagieren  gestürmt wur- den. Wir haben uns an der Stürmung eines Flugzeuges beteiligt. Keine Kontrolle, keine Überprüfung der Bordkarten, nichts. Mit Gottvertrauen landeten wir in Vientiane samt Gepäck.  Irgendwie klappt doch immer alles. 

Landleben