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Währung
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10 indische Rupien
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=
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0,16 Euro
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0,20 US Dollar
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Stand: Feb. 09
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Was kostet wieviel
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Wasser, 1 Liter
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14 Rs
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Tee
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3-15 Rs
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Mittagessen
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28 Rs
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2 Idli
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8 Rs
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Tee
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3-15 Rs
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Dosa
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18 Rs
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Bananenporridge
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40 Rs
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Plätzchen
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10 Rs
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Softdrinks
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10 Rs
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Internet, 1 Std.
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50 Rs
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Guesthouse
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400 Rs
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Chapati
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5 Rs
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Masala Dosa
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Endlich war es so weit! Am Freitag, den 19.01.2001 sind wir pünktlich um 11:00 h von Frankfurt, via Bahrain, Dubai und Muscat nach Chennai (Madras) geflogen. Wir haben uns für dieses
Routing entschieden, da es der günstigste Linienflug mit Gulf-Air nach Chennai ist. Gebucht haben wir wie immer bei www.ebookers.de ,
die immer supergünstige Flüge in alle Welt anbieten. Samstag morgen sind wir dann pünktlich um 06:00 h in Chennai angekommen. Nach schneller Zollkontrolle hatte uns Indien endlich wieder. Draußen vor dem
Flughafengebäude wurden wir bereits von zahlreichen Rikshaw-Fahrern, Taxi-Fahrern und anderen Schleppern erwartet, die uns alle günstig in die Stadt bringen wollten. Schon saßen wir vorne im Bus und warteten ein
bisschen müde von der langen Anreise auf die Abfahrt. Aber da kamen noch zwei Frauen, die ebenfalls mitfahren wollten. Und hinter den Frauen zog ein Mann eine riesige Handkarre mit Obst und Gemüse. Die Frauen
stiegen ebenfalls vorne ein und das ganze Obst und Gemüse wurde durchs Fenster in den Bus geladen. Jetzt saßen wir mitten im Garten Eden, zwischen Kisten und Körben mit Ananas, Orangen, Bündeln mit Bananen, riesigen
Mangos und Jackfrüchten, Tomaten, Möhren und Auberginen. In den Kurven mussten wir das Gemüse festhalten, da es ansonsten umgefallen wäre. Nach zwei Stunden Fahrt sind wir in Mamallapuram angekommen. Eine
günstige Lodge zu finden ist hier nicht schwer. Die Sehenswürdigkeiten: Strandtempel, Krishna Mandapam, Arjunas Buße und die fünf Rathas, können alle bequem zu Fuß erreicht werden.
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Nach zwei herrlichen Tagen haben wir Mamallapuram verlassen und sind mit dem Bus nach Kanchipuram, einer verstaubten, lauten
Stadt mit vielen Tempeln, gefahren. In Kanchipuram hat uns der Kailsantha-Tempel am besten gefallen. Von dort ging es mit dem Bus nach Trichy weiter, wo wir den Sri-Rangannthaswamy-Tempel und den Rock-Fort-Tempel
besichtigt haben. Von außen sehen die Hindu-Tempel schöner aus als von innen. Ins Allerheiligste der Tempel kommt man eh nicht. Dort stehen große Schilder: “Only for Hindus“ Von Trichy ging es mit dem Zug für einen Tag nach Tanjore, wo einer der schönsten Tempel steht, der
Brihadishwara-Tempel. Am Eingang steht ein mächtiger Tempelelefant. Für eine Rupie wurde ich von diesem Elefanten gesegnet, indem er seinen Rüssel auf meinen Kopf legte. Zuvor muss man jedoch die
Rupie in den Rüssel des Elefanten stecken. Von Tanjore ging es zurück nach Trichy und von dort mit dem Bus nach Madurai. Wir hatten uns für den
staatlichen Bus entschieden, der alle 30 Minuten nach Madurai fuhr. Aber wir hatten keine Chance, in den Bus zu kommen. Fuhr ein Bus vor, hingen schon dreißig Personen am Bus oder kletterten durch die
offenen Fenster hinein, obwohl der Bus schon brechen voll war. Für uns hieß es nur: „Keine Chance“. Wir fuhren letztendlich mit einem privaten Bus und zugewiesenen Plätzen nach Madurai.
Dort angekommen besichtigten wir ebenfalls die Tempel. Mit dem Zug fuhren wir dann nach Kollam und weiter mit dem Schiff nach Aleppy.
Den richtigen Zug zu erwischen ist auch nicht so einfach. Pünktlich waren wir am Bahnhof in Madurai. Braucht man zwar nicht zu sein
, da ich noch nicht erlebt habe, dass ein Zug pünktlich abfuhr. Wir fragten zunächst den Stationsvorsteher, von welchem Gleis der Zug
abfahren würde. Gleis Nr. 3 war angesagt. Also warteten wir dort ca. 2 Stunden. Auf einmal hieß es über Lautsprecher, dass der
Zug auf Gleis 2 abfahren würde und nach weiteren 30 Minuten kam endlich der Zug. Wir waren froh, dass es endlich so weit war.
Beim Einsteigen sagte ein freundlicher Inder zu uns: „Fahren Sie auch nach Bombay?“ Wieso Bombay? Wir wollten doch nach
Kollam in die andere Richtung. Also wieder warten. Der Zug fuhr ohne uns. Plötzlich rannten alle von Gleis Nr. 3 nach Gleis Nr. 1.
Hatten wir etwas verpasst? Also wir hinterher. Und wir haben uns richtig entschieden. Dort stand der Zug nach Kollam.
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Ein leckeres Meal! Die Mittagszeit kam näher und näher und wir hielten schon einmal Ausschau nach einem Restaurant. Gegenüber dem
Busbahnhof hatten wir ein nettes Hotel gefunden. In Indien heißen alle Restaurants Hotel und in diesen Hotels gibt es mittags nur Meals. Also hereinspaziert und guten Appetit. Die Hotels sehen fast alle gleich
aus. In einem großen Saal stehen in Reihen Tische mit immer vier Stühlen. Auf dem Tisch steht meistens eine Wasserkanne aus Edelstahl. Über den Tischen hängt jeweils ein Ventilator, der die Luft
durcheinanderwirbelt. Hat man erst einmal Platz genommen, kommt ein Kellner und bringt zwei Becher und schenkt Wasser ein. Man muss wissen, dass Inder zum Essen riesige Mengen Wasser trinken. Der
nächste Kellner ist schon im Anflug mit zwei rechteckig geschnittenen Bananenblättern. Diese Bananenblätter werden vor einem auf den Tisch gelegt, denn sie dienen als Teller. Der nächste Kellner kommt und fragt:
„Meal? ”
Wir nickten und schon hatten wir einen großen Berg Reis auf dem Bananenblatt liegen. Der nächste Kellner kam mit einem Blecheimer, der geviertelt ist. In diesem
Eimer waren vier leckere Currys. Mit einer Schöpfkelle hatten wir ruckzuck von jeder Sorte eine Portion auf unserem „Teller“. Jetzt kamen noch zwei Soßen aufs Blatt und wir hatten unser erstes Meal.
Erst einmal nach links und rechts gucken, wie die anderen essen. Alles wird zunächst mit dem Reis vermischt oder hier und da mal getunkt. Dann wird ein
zurechtgeformter Klumpen zwischen Zeigefinger und Daumen bugsiert und mit dem Mittelfinger in den Mund geschoben. Hat man zur Hälfte alles auf, ist schon wieder
ein Kellner da und es gibt einen Nachschlag, bis man abwinkt. Wir können zwar mit Stäbchen essen, aber mit den Fingern ist es noch viel schwieriger. Köstlich war es trotzdem.
Hat man den letzten Bissen genüsslich verzehrt, ist schon ein kleiner Junge da, der den Tisch abräumt und abwischt. Währenddessen liegt die Rechnung in einem kleinen Schälchen unter Aniskörnern und
Zahnstochern auf dem Tisch. Die Aniskörner werden nach dem Essen gekaut und tragen zur besseren Atemluft bei.
Ein Meal für unter 0,50 Euro, da kann keiner meckern. Man muss überlegen, dass man für ein solch leckeres Essen in Deutschland dem Kellner oft mehr als einen Euro Trinkgeld gibt.
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Durch die Backwaters, ein Horrortrip. In Kollam angekommen begaben wir uns zum Hafen. Dort standen viele
Schlepper mit Prospekten, die uns alle eine Schiffsreise verkaufen wollten. Wir sahen die schönsten Fähren in den Prospekten und man versicherte uns eine vergnügliche Tour durch die romantischen Backwaters mit
einer schönen Fähre. Im Hafen lagen auch zwei wunderschöne Hausboote, die wir besichtigen konnten. Da bei den Schleppern die Preise alle gleich waren, kauften wir sofort zwei Tickets. Der Verkäufer sagte noch,
dass wir eine Stunde vor Abfahrt am Hafen sein sollten. Es war soweit! Es war der große Start zum regionalen Höhepunkt. Die Bootsfahrt durch die Backwaters in Kerala. Abfahrt 10:30 h. Pünktlich um 09:30 h
waren wir am Anleger. Und was sahen wir? Ein wunderschönes, neues Schiff, wie wir es auf den Prospekten gesehen hatten? Nein! Wir standen vor einem Seelenverkäufer, ca. 15 m lang und ca. 4 m
breit. 50 Jahre alt und total vergammelt. Auf dem Oberdeck saßen schon 30 Touristen, die auf die Abfahrt warteten. Das Oberdeck war total überfüllt. Wir fanden dennoch zwei leere Plastikstühle. Die
Plastikstühle auf denen wir alle saßen, waren bessere Kinderstühle. Bei meinem Gewicht knickten immer die Stuhlbeine um, da das Plastik wohl zu weich war. Aber stehen konnte ich auch nicht, da das Deck nur 170 cm
hoch war. Bei meinen 186 cm Körpergröße musste ich immer den Kopf einziehen. Dann kamen noch kurz vor Abfahrt drei weitere Touristen, die ebenfalls auf dem Oberdeck sitzen wollten. Der freundliche Bootsverleiher
sagte zu denen: „Ich mache das schon.“ Schon waren drei weitere alte Plastikstühle auf dem Oberdeck und wir saßen wie in einer Ölsardinendose. Natürlich hatten auch einige ihren Spaß. Denn mit einem
selbstgedrehten Joint sieht die Welt schon anders aus und aus einem klapprigen Kahn kann ein Ozeanriese werden. Nun dampften wir ab. Für die 86 km brauchten wir ca. 8 Stunden. Nach 15 Minuten konnte ich nicht
mehr sitzen. Es war ein Höllentripp mit nur zwei Pausen. Aber wir haben es geschafft. Während der Fahrt sieht man nur Palmen, Palmen und nochmals Palmen. Wir meinen, dass sich diese Fahrt nicht gelohnt
hat. Eine einstündige Fahrt mit einer öffentlichen Fähre von Aleppy aus wäre genau so schön gewesen. Aus Fehlern lernt man halt. Von Aleppy ging es weiter mit einem Superfast Express Bus nach Kochi. Ich glaube,
dieser Bus brach alle Geschwindigkeitsrekorde. Von Kochi ging es weiter in die Teeplantagen nach Munnar. Von dort weiter nach Ooty, Mysore, Bangalore und Chennai.
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Zum Schluß möchte ich noch sagen, dass es eine schöne Reise war mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen. Die Menschen in Indien sind alle sehr freundlich und
wir haben in den vier Wochen kein böses Wort gehört. Allerdings können einem die Inder auch schon einmal auf die Nerven gehen, wenn man z.B. todmüde in einem überfüllten Zug sitzt und jeder wissen will, wie man
heißt und woher man kommt. Aber das ist das kleinere Übel und alle Fragen wurden hoffentlich zur Zufriedenheit aller beantwortet. Überrascht waren wir auch über die Hilfsbereitschaft der Menschen, die uns immer
geholfen haben, wenn wir einmal nicht zurechtkamen, weil wir kein Tamil oder Hindu lesen können. Südindien ist auf jeden Fall eine zweite Reise wert.
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Fast auf den Tag genau nach 8 Jahren sind wir zum zweiten Mal nach Südindien geflogen. Am
17.01.2009 sind wir in Chennai angekommen. Mit dem Vorortzug sind wir vom Flughafen zum Bahnhof nach Egmore gefahren. Von dort ging es mit einem Stadtbus zum riesigen Bushahnhof von Chennai und zwei
Stunden später waren wir mit dem Bus wieder in Mamallapuram, um dort ein Versprechen einzulösen. Wir haben uns dort einen Ganesh aus Granit gekauft, der nach unseren Vorstellungen noch angefertigt wird. Ab
Juni 2009 soll der Ganesh unseren Hauseingang in Ahaus schmücken.
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Mamallapuram haben wir fast nicht wieder erkannt. Die Stadt ist enorm gewachsen und es gab
mehr Unterkünfte, als vor acht Jahren. Die Sehenswürdigkeiten, wie Strandtempel und die Fünf Rathas haben wir uns natürlich noch einmal angeschaut. Von Mamallapuram sind wir dann nach Pondicherry gefahren.
Pondicherry liegt ebenfalls am Meer und man erkennt den französischen Kolonialeinfluss dieser Stadt sehr gut. In Pondicherry gibt es einen sehr schönen Ashram von Sri Aurobindo. An diesen friedfertigen Ort kommen
viele seiner Anhänger aus aller Welt, um an seinem Grab zu meditieren.
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Um es vorwegzunehmen, es war ein wirklich spiritueller Ort, mit einer besonderen Aura.
Sri Aurobindo ist heute vielen bekannt als Yogi, Dichter, Denker und Philosoph. Er war von Geburt Inder und erhielt seine Ausbildung in England. Mit einundzwanzig kehrte er nach Indien
zurück, und wurde eine führende Persönlichkeit in der indischen Freiheitsbewegung. Später zog er sich nach Pondicherry zurück, um seinen Integralen Yoga zu entwickeln, einen Pfad zur Umwandlung und Erhöhung des
menschlichen Bewußtseins, der zu einem erfüllten Leben in Freude, Harmonie und Wahrheit führt. Im Jahre 1950 hat Sri Aurobindo seinen physischen Körper verlassen, um zu versuchen, das Supramentale in das Materielle
herab zu bringen. Sri Aurobindo hat seinen Körper mit Absicht verlassen und wird ihn nicht zurück nehmen. Er wird sich neu in einem supramentalen Körper manifestieren, der in einer supramentalen Weise geformt ist.
Sri Aurobindo kann durch seine unwiderstehliche Kraft auch heute noch viele Menschen heilen. Er kann die Geschicke eines Menschen lenken, so wie er es vielleicht mit mir gemacht hat.
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Im Ashram von Sri Aurobindo
Als wir in Pondicherry angekommen waren, sind wir gleich zum Ashram des großen Yogis gegangen. Fotografieren war dort
strengstens verboten. Nachdem wir unsere Schuhe ausgezogen hatten, betraten wir den Innenhof des Ashram.. In der Mitte unter einem großen Baum ist der Samadhi (Grabmal) errichtet. Einige seiner Jünger beteten und
meditierten am Grabmal. Wir setzten uns in eine Ecke und beobachteten die Menschen. Es war sehr friedfertig dort, aber die Ruhe kam bei mir nicht an, da ich unter starken Rückenschmerzen litt. Außerdem hatte ich von
dem Yogi und seinen Fertigkeiten auch noch nicht viel gehört. Nach einer halben Stunde verließen wir den Innenhof und kauften uns noch ein kleines Büchlein von Sri Aurobindo. Am Abend habe ich das Buch gelesen
und am nächsten Morgen waren wir wieder im Innenhof des Ashram. Ich habe mir gedacht, dass der Yogi vielleicht etwas gegen meine Rückenschmerzen unternehmen könne. Aber das war wohl zu viel verlangt und wir
verließen nach einer Stunde den Ashram und schlenderten durch Pondicherry, wo ich an einer Ayurveda Klinik vorbei kam. Ich ging neugierig hinein und traf dort einen Arzt, der mich für den nächsten Tag bestellte. Am
nächsten Tag ging ich dann zur Klinik und nach einem Vorgespräch über meine Leiden wurde ich für ca. 20 Minuten massiert. Der Arzt traf sofort das Schmerzzentrum und ich war von den Rückenschmerzen befreit. Dann
wurden mir noch drei Yoga-Übungen gezeigt, die ich jeden Tag machen muss. Bis jetzt sind die Schmerzen nicht wieder gekommen. Für mich ist dies kein Rätsel, der Yogi hat’s gerichtet. Danke!
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Ohne Rückenschmerzen ging es weiter nach Tirupati, um den Tempel von Tirumala, der auf einem Berg liegt, zu besuchen. Tirumala besitzt die größte Tempelanlage in Indien. In der Hochsaison
sind in Tirumala mehr Pilger anzutreffen, wie an der schwarzen Kaaba in Mekka.
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Ein Besuch in der Tempelstadt
Insgesamt 3500 Treppenstufen aus Granit sind zu erklimmen, um nach 3 Stunden den Tempelbezirk von Tirumala zu erreichen. Dieser Tempel ist Balaji
geweiht und der größte in Indien. Täglich schleppen sich zigtausende Pilger auf den Tempelberg, um von 17000 Tempelangestellten versorgt zu werden.
Eine Legende über den Tempel:
Sri Krishna feierte vor einigen 1000 Jahren seine Hochzeit. Aus diesem Grund lieh er sich von einem Dämon das Geld dafür. Noch heute bringen die Pilger Unmengen von Rupien zu dem Tempel,
um die Kosten für die Hochzeit Krishnas zu begleichen. Außerdem lassen sich dort 20000 Pilger täglich den Kopf scheren. Die Haare werden dann nach Europa und Amerika verkauft (für Perücken etc.) und bringen
weitere Erlöse für den Tempel.
Auch wir wollten Balaji sehen, gaben unsere elektronischen Gegenstände inkl. Kamera aus Sicherheitsgründen ab und reihten uns in die überdachte Menschenschlange ein.
Uns wurde erst später bewusst, dass wir das Allerheiligste erst in 8 Stunden erreichen würden, so lang war die Warteschlange. Aber wir hatten gutes Karma und einen ausländischen Pass. Mit diesen 2 Dingen
ausgerüstet, durften wir durch die engen Katakomben zum Allerheiligsten, das wir in 10 Minuten erreichten.
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Die letzte Station von der wir berichten, ist Hampi. Lonely Planet widmet Hampi nur vier Seiten in seiner Reiselektüre. Wir könnten stundenlang über Hampi und das Königreich Vijayanagar
erzählen, wo einst die Helden des Ramayanas, Hanuman, Rama und Sita, lebten. Nach Hampi wollten wir schon immer, aber es liegt etwas abseits von den eigentlichen Touristenströmen und man muss immer einen
enormen Abstecher machen, um zu diesem magischen Ort zu gelangen. Aber dieses Mal hat es geklappt und wir sind von Tirupati in sieben Stunden mit dem Bus nach Bangalore gefahren. Von dort ging es mit dem Nachtzug
nach Hospet. Danach war noch eine weitere kurze Busfahrt nötig und wir waren endlich am Ziel.
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In der Nähe des Virupaksha Tempels gibt es viele Guesthouses und für jeden Geldbeutel findet sich schnell eine zufriedenstellende Unterkunft. Um es vorweg zu sagen, wir wollten nur zwei
Tage in Hampi bleiben, doch wir blieben länger, weil die Stadt einen besonderen Eindruck auf uns machte. Wir haben uns die Ruinen des alten Königreichs Vijayanagar angesehen. Dort erkundeten wir unzählige Tempel.
Aber wir waren auch auf spirituellen Pfaden, haben uns den Geburtsort vom Affengott Hanuman angeschaut und waren auf den Spuren von Rama und Sita, den Hauptpersonen aus dem Ramayana.
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Ein wichtiges Telefongespräch mit Deutschland
Eines Morgens saßen wir schon recht früh am Fluss in Hampi, um das all morgendliche
Treiben am Fluss zu beobachten. Wir warteten auf den Tempelelefanten, der jeden Morgen sein Bad in den Fluten nahm. Es waren immer viele Menschen am Fluss, die dort ihr
Morgenbad nahmen oder ihre Wäsche reinigten. Außerdem wurde an den Stufen des Flusses auch der Schulunterricht abgehalten. Während so jeder mit sich beschäftigt war,
erspähte uns ein freundlicher Bauer, der gerade mit seiner 11 jährigen Tochter auf dem Handy telefonierte. Man muss dazu wissen, dass es jetzt große Mode in Indien ist, in jeder
Situation mit seinem Handy zu telefonieren. Die Inder sind eben sehr mitteilungsbedürftig. Der Inder kam herübergelaufen und sagte ganz aufgeregt: “Woher kommen Sie?, oh aus
Deutschland, dann telefonieren Sie mal mit meiner Tochter, die habe ich in der Leitung und sie wäre stolz, mit einer
Deutschen mal zu sprechen.” Und schon hatte Irmgard das Handy am Ohr und tauschte ein paar freundliche Worte mit
ihrer neuen Telefonfreundin aus. Der Bauer war recht stolz und freute sich über das Gespräch.
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